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Die Geschichte wurde 1479 mal gelesen.


Jacques Lupus

Im Reich der Sinne

Im Reich der Sinne

 

oder das besondere Kochbuch

Burg Schenna bei Meran ist eines der bedeutendsten Schlösser in Südtirol.  Das Schloss wurde um das Jahr 1350 anstelle der alten Burg Schenna, welche noch 1346 in einer Urkunde erwähnt wurde, von Petermann von Schenna erbaut.
Um diese Zeit war Margarethe von Tirol die letzte Gräfin von Tirol. Eine ganze Reihe namhafter Tiroler Adelsfamilien waren Besitzer des Schlosses bis es 1845 Erzherzog Johann kaufte und nach seinem Tod seinen Nachkommen, den Grafen von Meran, überließ. Es ist noch heute in ihrem Besitz, wird von ihnen bewohnt und bewirtschaftet. Zum Besitz gehören heute nicht nur das Schloss, sondern auch das Mausoleum am Kirchhügel von Schenna, wo Erzherzog Johann und seine Familie ihre letzte Ruhestätte fanden, sowie der Thurnerhof als landwirtschaftlicher Betrieb und traditionelles Wirtshaus.

 

Genau hier erholte sich Edgar im Frühjahr des letzten Jahres.                                                                                          
Der Winter war ausgefallen und das schöne Wetter lud zum Reisen ein. Das Reich der Sinne erleben, nannte sich der Slogan des Hotels, wo sich Edgar und Marion nieder ließen. Und Edgar hatte die Idee überhaupt. Er setzte sich hin und schrieb ein Kochbuch!

 

Edgars Kochbuch

 

Essen in Deutschland                              Essen in Italien

 

Essen in Frankreich                                 Essen in Tschechien

 

Essen in Griechenland                             Essen in Polen

 

Essen in Zypern

 

© Jacques Lupus

 

Vorwort!

Eintauchen in das Reich der Sinne kann sehr vielschichtig sein.

Gehen wir von unseren fünf Sinnen aus, die wir haben, so entwickeln sich beim Menschen die fünf Sinne.
 Es die Sinne sind  Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten. Körperwahrnehmungen, ohne die wir arm dran wären.
 
Im Wesentlichen entwickelten sich beim Menschen daraus drei Grundbedürfnisse.

Essen, Trinken und Gefühle life erleben, wie z.B. das erotische Erlebnis, das kulturelle Erlebnis oder gar das Erfolgserlebnis, wie wir es im Beruf oder auch in der Freizeit erleben können. Genuss pur wird im Erlebnisurlaub durchlebt, bei der Entdeckung der eigenen Heimat oder der ganzen Welt. Die Welt der Sinne ist wahrlich ein unergründbares Reich.

In dieser Präsentation will ich im Wesentlichen auf die Sinne Sehen, Riechen und Schmecken eingehen.
Auf all den Touren durch meine Heimat Deutschland, durch das neue Europa, was in Zukunft unser aller Haus sein soll, habe ich die unterschiedlichsten Speisen und Getränke serviert bekommen mit oder ohne Stil, und ich will sagen, dass ich dabei viel Spaß hatte. Ob es nun der Polnische Schweinebraten war oder der Eiersalat aus Tschechien, immer wieder gab es Neues zu entdecken, zu probieren und vor allem zu kosten.

Vor lauter Überfluss hatte ich manchmal Appetit nach einer Schmalzstulle mit Gurken aus dem Spreewald oder nach einem Leberwurstbrot nach Hausmarke Wolf.

Tauchen Sie ein in meine  kulinarische Reise durch Europa, meine Erlebnisse beim Essen und Trinken, der Art des Servierens in unterschiedlichen Situationen und Ländern, sowie den Spaß und meinen Erfahrungen, die ich dabei hatte.

Haben sie Anteil beim Aktivieren der Sinne Sehen, Riechen und Schmecken. Vor allem empfinden sie mit mir, welche Funktion dabei der Tast- und Hörsinn haben kann.

Laute Musik kann schön sein, aber mir verdirbt sie beim Essen den Appetit. Und ob einen Thüringer Bratwurst gut gebraten ist, kann man schon ertasten.

 

Kapitel 1

 

Essen in Deutschland

Erst vor kurzem hat die Bundesregierung festgestellt, dass es uns Deutschen viel zu gut geht. Es ist schon richtig, wenn behauptet wird, dass wir Deutsche zu den fettesten Europäern gehören.
Wir fallen auf!
Im Urlaub besonders. Und wir werden gleich nach den Amerikanern eingeordnet. Das ist natürlich das Schlimmste, was uns passieren konnte.

Trotzdem sollten wir uns deshalb nicht den Appetit verderben lassen.
Wir müssen nur lernen, kalorienbewusst zu kochen.
Hier liegt des Rätsels Schlüssel.

Selbst neige ich zu Adipositas und gebe nur mir selbst dafür die Schuld! Andererseits sind es jedoch Einflüsse im Familienverbund, und eigentlich gibt es nur eine einzige Regel. Viel ist nicht immer gut.
Wenig kann oft besser sein. Das gilt besonders für das Essen.

In meinen sechzig Lebensjahren bin ich in ganz Deutschland unterwegs gewesen!
Seit den neunziger Jahren Gott sei Dank grenzenlos.
Zu Hause in der Mitte Deutschlands habe ich die Altmark kennen gelernt, Norddeutschland durchreist, Süddeutschland besucht, die Bodenseeregion schätzen gelernt.
Die Deutschen haben regional ihre Gewohnheiten, ob in Cuxhaven, Rostock, Berlin, Essen, Dresden, Köln, Würzburg, Stuttgart, München oder Koblenz.
Aber eins haben sie alle gemeinsam! Es wird gern geschlemmt.
Nun ist es natürlich schwer, ein typisches Menü zu beschreiben.

 

Meine Großmutter Helene war eine begnadete Köchin!

 

                               

 

Ihr Lieblingsrezept war

 

Hirschmedaillons
mit Balsamico-Zwetschgen

 

Hier das Rezept für vier Personen, das ich in ihrem persönlichen Küchenbuch fand:

600g ausgelöster Hirschrücken
Salz, Pfeffer
4 zerdrückte Wacholderbeeren
250g getrocknete Zwetschgen
2 EL Zucker, 40 ml Portwein, ¼ l Rotwein
40g kalte Butter
4 El Öl
3 EL Balsamico-Essig

Zubereitung:
Zwetschgen 20 Minuten in Wasser einweichen, abtropfen und halbieren.
Zucker in einer Pfanne auflösen, mit Portwein und Rotwein ablöschen und auf die Hälfte reduzieren. Kalte Butter mit einem Schneebesen unterrühren, Balsamico hinzufügen und Zwetschgen in diesem Sud erhitzen. Hirschrücken in acht gleiche Teile schneiden, mit Wacholder, Salz und Pfeffer würzen. In heißem Öl von allen Seiten anbraten. Im vorgeheizten Backofen bei 120 °C, ca. 30 Minuten reifen lassen.
Hirschmedaillons auf Tellern anrichten, Balsamico-Zwetschgen rundherum legen.

Wer lieber Rotkraut als Zwetschgen mag,
kann auch die folgende Beilagenvariante probieren.
800 g Rotkohl
2 Zwiebeln
2 EL Sonnenblumenöl (Klassisch: Gänse- oder Griebenschmalz)
150 ml Holundersaftsaft
1 El Johannisbeer- oder Preiselbeergelee
½ TL Meersalz
½ Tl Lebkuchengewürz
2 EL Balsamico Essig

Das Kraut waschen und putzen.
Den Kopf vierteln, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden.
Die Zwiebeln fein würfeln und in dem Öl glasig dünsten. Den Holundersaft, ½ TL Salz, das Lebkuchengewürz und den Rotkohl hinzufügen.
Alles zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 15 Min. kochen lassen.
Das Johannisbeergelee zugeben und noch etwa sieben Minuten dünsten

(das Kraut sollte fest bleiben). Das Kraut nun mit dem Essig würzen und abschmecken.
Als Dessert passt dazu Frischkäse mit Preiselbeeren.
Einfach einen Becher Frischkäse, zwei Esslöffel Preiselbeergelee und 50 ml Milch in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen zu einer glatten Masse verrühren.

Viel Spaß beim Ausprobieren

und guten Appetit.

Die Großmutter

 

Großmutter Helene hatte so ihre tägliche Weisheiten
an den Mann zu bringen.

 

 

 

 

Sie lehrte mich die Namen der fünf Erdteile, das Weinbrauen,
die Kochkunst und vieles andere mehr.

 

Sie war eine begnadete,
für mich schon heilige, Frau!

 

 

Noch heute habe ich den Duft ihrer selbstgebackenen
Pfanne mit Trockenpflaumen
oder den Geruch von Sauerkraut
und Gurken in der Nase.

 

 

" Was ist das Süßeste
   im Leben?"
fragt sie mich:

 

" Das Süßeste im Leben ist der Schlaf! "

 

Kapitel 2

 

Italien -
die Weltmeister des Fußballes, der Gefühle, des Temperamentes und
der unterschiedlichsten Volksgruppen

Wenn ich an Italien denke, denke ich sofort an die Toskana, an Kalabrien, Sizilien, aber schließlich auch an Südtirol, das sich in einem langen Freiheitskampf seine Autonomie erhielt, um typisch leben zu können.

Bei einem Besuch in Südtirol erzählte uns der Wirt einer kleinen Pension, dass er sein Volk mit den sechzehn Millionen Bürgern der ehemaligen DDR vergleicht, das sich einem globalen Ganzen unterwerfen muss.
So richtig konnte ich ihm zwar nicht folgen, aber ansatzweise vermute ich, dass er damit wohl eine gewisse Unterwerfung meinte, die sich Menschen in einer jahrhundert alten Geschichte immer wieder stellen müssen.

In einem Buch lass ich einmal folgende Sätze!

" ...wir können nicht verkennen, dass wir lediglich unter Gewalt leben.
Das ist desto einschneidender, da es von denen kommt, die wir zu Hilfe riefen und die uns jetzt, nachdem sie jene bewältigen geholfen, wie einen besiegten Stamm behandeln, indem sie die wichtigsten Einrichtungen, ohne uns zu fragen, hier über den Haufen werfen und andere dafür nach Gutdünken oktroyieren.

Obenan ihr schlechtes Strafgesetzbuch, worin eine Reihe von Paragraphen
( längst der juristischen wie der Moralkritik verfallen ) ehrlichen Leuten gefährlicher sind als den Spitzbuben,
die sie angeblich treffen sollen.

Obwohl Deutschland, sowohl wegen der Art, wie sie das Land gewonnen, als auch, weil wir zum geistigen Leben der Nation ein so großes Kontingent gestellt wie nur irgendein Teil von Deutschland, alle Ursachen zu bescheidenem Auftreten bei uns hat, so kommt doch jeder Kerl von dort mit der Miene des kleinen persönlichen Eroberers,
und als müsse er uns die höhere Weisheit bringen ...

Die unglaubliche naive Rohheit dieser Leute vertieft die Furcht des Hasses, die Deutschlands Vorfahren tief in die Stirn der Schlesswig-Holsteiner eingegraben! Auf diese Weise einigt man Deutschland nicht."


Erst in den letzten Sätzen merkte ich als Ostdeutscher, wie alt diese Worte waren und wie aktuell diese Worte noch heute sind.

Die Geschichte wird es richten, wie sie es so oft gerichtet hat!

 

Die Heimat

 

"Mich hat nun einmal das Leben in diesem Thüringen abgesetzt, und ich habe auch nie ernstlich versucht, mich zu rühren und den Umkreis meiner Geburtsheimat zu verlassen.

 

Ich hatte nie die Neigung!

 


Also scheint dieser Fleck Mitteleuropas wohl zu mir und ich zu ihm zu gehören. Er scheint mich, und ich scheine ihn zu brauchen, und je älter ich werde, desto gewisser wird mir das."

 

 

Ich habe deshalb gar keine Probleme, meinen Sinnen freien Lauf zu lassen. Diesmal aber habe ich mich für ein Fischgericht entschieden, dass ich hiermit vorstellen will.

Bouillabaisse

 

   

 

 

 

1 kg verschiedene Mittelmeerfische,
z.B. Rotbarbe, Rascasse, Kabeljau, Seeteufel, Seelachs, Sardinen, Seehecht
250 g Crevetten
2 Fleischtomaten
1 Zwiebel, 1 Karotte, 1 Lauch,
1 Stengel Stangensellerie, 1 Fenchel,
1 Peperoni
Weißwein, Olivenöl
Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter,
ein Stück Orangenschale (binden)
wenig Cayennepfeffer
1/2 g Safran
0,5 l Fischfond,
1-2 Eßlöffel Pernod oder Nolly Prat,
Salz, Pfeffer

Zubereitung:

 

Die Fische in beliebig große Stücke schneiden, kleine Fische ganz lassen.
Das Gemüse waschen, schälen und in Stücke oder Scheiben schneiden. Den Fisch mit den Zwiebeln in einer hohen Pfanne in Öl (Olivenöl) glasig dünsten. Fisch aus der Pfanne nehmen und anschließend das Gemüse dünsten. Die Gewürze zugeben und kurz mitdünsten. Mit Weißwein ablöschen, mit dem Fischfond und 0,5 l Wasser auffüllen. Zehn Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen. Tomaten (abziehen) schneiden, entkernen und beifügen. Anschließend die Fische und die Crevetten in die leicht kochende Flüssigkeit geben. Zehn bis 15 Minuten ziehen lassen. Die gebundenen Gewürze entfernen. Die Suppe mit Pernod oder Nolly Prat, Safran, Salz und Pfeffer abschmecken und in vorgewärmte Teller anrichten. Bouillabaisse ist vom Ursprung her ein klassisches Bauern- (Fischer) Gericht und wird in verschiedenen Varianten aus den vom Vortag übrigen Fischen zubereitet.
Variante:

Nach Belieben 200 bis 300 Gramm frische Miesmuscheln anstelle der Crevetten fünf Minuten vor Ende der Garzeit beifügen und mitpochieren, bis sie sich öffnen. Für die Rouille zwei dicke Scheiben (das weiße) Baguette (oder Toast) in Wasser einweichen, ausdrücken. Mit einem roten, gerösteten und geschälten Peperoni, ein bis zwei Prisen Safran, drei Knoblauchzehen und Salz im Mixer pürieren.   100 ml Olivenöl nach und nach dazugießen (wie für eine Mayonnaise), bis die Sauce dick gebunden ist.
Zur Suppe servieren.

 



Kapitel 3

 

Leben wie Gott in Frankreich

 

"Frankreich, Frankreich ..."
Dieses Land wird immer wieder besungen und die Werbetrommel für dieses Land wird stets gerührt.

 

Frankreich, Frankreich ...

 

Selbst in der Werbung finden wir immer wieder Hinweise auf den guten Geschmack der Franzosen, die sich mit Wein, Käse und Cognac besonders gut auskennen müssen.
Jan Ulrich fuhr einst als Sieger der Tour de France durch die Champs Elise und durch den Arc de Triumphe und begeisterte damit die Franzosen.

Wie Jacques de Paris zu leben ist der Wunschtraum eines jeden Mannes. Gutes Essen, ein guter Wein und viele Gefühle im Umgang mit schönen Frauen.

Als ich noch jung war, trug ich oft die Baskenmütze zum Schutz meiner schwarzen Locken, die schon damals ausfallen wollten, und mein Gesicht zierte der typische Oberlippenbart, den auch die Franzosen gern tragen.
Es dauerte nicht lange, und meine Freunde gaben mir den Spitznamen - Jacques -. Damit lebe ich heute noch, und die Erinnerung an jene Tage, als ich noch schwarze Locken trug, ist angenehm
und beflügelt mich täglich.

Nun muss ich gestehen, dass ich Frankreich nur kurz besucht habe.
Ich war noch nicht in Paris, und ich kenne auch noch nicht die Provence und schon gar nicht die Normandie.
Ich war aber in Straßburg, der malerischen Stadt mit dem Stadtteil

 

- La Petite France -

 

und natürlich der Kathedrale, bzw. das Strassburger Münster, mit dem herrlichen mittelalterlichen Stadtkern.
Hier wird natürlich nicht nur französisch gesprochen, aber da ich einst die französische Sprache lernen durfte, nahm ich die Karte, winkte einer sehr schönen Französin zu,
die uns sofort bediente, und bestellte mit der Karte in der Hand auf Französisch ein Menü.

 

"Du kannst ja Französisch!" staunte meine Frau.
"Wenn du das nicht weist", lächelte ich sie an, und zusammen verbrachten wir
einen wunderschönen Tag in Straßburg, ehe wir am Abend zurück nach
Gengenbach in den Schwarzwald fuhren.

 

 

Und hier mein Lieblingsgericht!

 

 

Ragout Fin

 

Für 4 Personen

 

400g Kalbfleisch (Frikandeau oder Unterschale)
Zwiebel
2 Nelken, 2 Blatt Lorbeer
10 weiße Pfefferkörner
250g kleine weiße Champignons
20 g Butter
1 EL Mehl
3 EL Weißwein
50 ml Sahne, Salz, Pfeffer,
Zitronensaft
4 Blätterteigpasteten
Worcestersauce

 

Zubereitung:
Kalbfleisch mit einer Spickzwiebel
(Zwiebel mit Lorbeer und Nelken gespickt), Pefferkörner und etwas Salz garkochen. Das Fleisch auskühlen lassen und in kleine Würfel schneiden. Butter in einem Topf zerlassen und mit dem Mehl verrühren (Mehlschwitze). Mit der Sahne gut verrühren und mit etwa 200 ml Fond auffüllen. Champignons vierteln und zugeben. Mit Weißwein, Zitronensaft, Salz und Pfeffer leicht säuerlich abschmecken. Kalbfleischwürfel zugeben und bei mittlerer Hitze für ca. 10 Min. köcheln lassen.
Die Blätterteigpasteten im Backofen (bei etwa 120°C) erhitzen. Ragout Fin in die Pasteten füllen. Mit Worcestersauce separat servieren.

 

Gewichte

 

Der Mensch lebt zufrieden, fühlt sich seelisch und physisch wohl, kommt ins reife Alter und schaut noch immer selbstbewusst ins Leben.

 

Alles nörgelt an ihm herum!

 

Der Mensch frisst den Kummer in sich hinein und wird dabei rund und prall.

 

"Wenn du so weiter machst, platzt du eines Tages!" grinst ihn ein Freund an.

 

Und der Mensch baut seinen Kummer ab, bis er schließlich wieder zufrieden lebt,
seelisch, physisch stabil und selbstbewusst.

 

"Na wie wirke ich jetzt auf dich?"
fragt er seinen grinsenden Freund.

 

" Das ist wie bei einer Dampflok!" antwortet dieser.
"Wenn die ein Rad verliert, bleibt es doch eine Dampflok."

 

Recht hat er!

 

Flunder bleibt Flunder und Dampflok bleibt Dampflok.
Das ist nun mal der Sinn im Leben.

 

 

Kapitel 4

 

 


Prag – die Hauptstadt

von Tschechien

 

Wer nach Prag reist, denkt an die Karlsbrücke, den Wenzelsplatz, den Hradschin und das U Fleku.

Ich wollte unbedingt den Hradschin, die Prager Burg an der Moldau, kennen lernen, während dessen ein Kollege
im U Fleku auf mich wartete.

Als ich meinen Besuch des Hradschin abschloss und in das U Flecku einkehrte, hatte Fritz schon eine ganz schöne Latte Schwarzbier auf seinem Zettel stehen. Als wir uns auf den Heimweg machten, hatte ich siebzehn
und Fritz 28 Bier getrunken.

Lang ist es her!
In den siebziger Jahren war ich verwitwet und sehr traurig.

Klaus Ziehn, ein älterer Kollege, hatte die Idee, mich zur Anlagenbetreuung nach Prag zu schicken. Die drei Wochen bekamen mir ausgezeichnet.
Nicht nur wegen des guten tschechischen Bieres.
Es war das Flair, was mich inspirierte und glücklich machte, die stolzen Menschen dieser goldenen Stadt, die mit dem Geist der sechziger Jahre lebten.
Es war die Stadt insgesamt, die mit seinen Kaffees, Bistros, Diskotheken und Geschäften einlud und überzeugte.

Nach den drei Wochen in Prag kam ich völlig verändert zurück!
Das Leben hatte mich wieder.

In den drei Wochen lebte ich à la card.
Selbst in kleinen Geschäften standen Stehpilze, und der Besucher konnte sich nach belieben Speisen kaufen,
selbst zusammen stellen, und endlos schlemmen. Dabei hatte ich viel Spaß. Hier mein Rezept, das ich mir aus dieser Zeit mitgebracht habe.

 Tschechischer Kartoffelsalat

Zutaten für 6 Portionen:

1kg gekochte Pellkartoffeln,
1 Zwiebel,
ein halbes Einmachglas sauere Gurken,
6 hart gekochte Eier,
300 g Jagdwurst,
1 Esslöffel Senf,
etwa 200 g Kräuterquark,
Salz, Pfeffer, Öl, Essig zum abschmecken

Zubereitung

Die Zwiebel klein schneiden, dann die saueren Gurken klein schneiden. Alles in eine größere Schüssel geben.
Zwiebel und Gurken mit dem Quark überdecken, gut verstreichen. Die gekochten Kartoffeln und die Eier pellen, klein schneiden und dann über den Quark geben. Die Jagdwurst in kleine Würfel schneiden und ebenfalls zugeben. Entsprechend mit Salz & Pfeffer würzen und 2 EL Öl dazugeben. Den Salat mit etwas Sud aus der Dose der Sauergurken übergießen. Dann alles gut vermischen.
Erst am Ende nach Geschmack und Bedarf vorsichtig noch ein paar Tröpfchen
Essig dazugeben und abschmecken. Guten Appetit!

 

Tip!
Der Kartoffelsalat passt sehr gut zu paniertem Schnitzel, zu Fisch oder Würstchen. Oder einfach so essen -

das liebe ich besonders!

Die Verführung

Der Mensch ist einsam und traurig in seinem Herzen.
Zusammen mit einem Freund fährt er in die Moldaustadt Prag, um dort zu arbeiten.

"Was du brauchst ist eine Frau!" entscheidet der Freund des Menschen.
"Schau; hier habe ich ein Buch mit dem Titel

Die Kunst der Verführung ."

Das Buch ist echt gut, der Mensch erholt sich zusehends,
und er beschließt, Theorie und Praxis zu vergleichen ...

Theorie und Praxis sind eines.
Und er hat Erfolg!

Nun ist der Mensch nicht mehr einsam und traurig, aber er denkt sich:
"Habe ich nun die Frau verführt, oder sie mich?"



Kapitel 5

 

Griechenland, das Land der Götter,
Helden und Minoerkönige

 

Erst 1995 hatte ich den Mut, ein Flugzeug zu besteigen, um nach Kreta zu fliegen. - Urlaub mit Freunden - hieß der Slogan, der mich beflügelt hatte.

 

Ende August flogen wir los, erlebten viele schöne Eindrücke, und kehrten erst drei Wochen später in die Heimat zurück. Ich lernte den Sirtaki kennen, der durch den Hollywoodfilm Alexis Sorbas mit Anthony Quinn international berühmt wurde. Es ist übrigens nicht wie oft angenommen der Nationaltanz der Griechen. Eine Griechin wie aus dem Bilderbuch hatte mich an der Hand gefasst und geduldig mit mir geübt. Seit dieser Zeit trage ich eine goldene Kette um den Hals. Sie ist Erinnerung an die drei Wochen Griechenland der besonderen Art!

 

Kerstin Jentsch, eine Newcomerin am deutschen Autorenhimmel, hat das Thema Griechenland
und besonders die Geschichte Kretas, in ihren Büchern verarbeitet.

 

Knossos, eine archäologische Meisterleistung Evans,
ist immer einen Besuch wert.

 

 

 

Kreta ist bekanntermaßen eine der Wiegen, wenn nicht überhaupt die Wiege, der europäischen Kultur.
Hier lebten einst die Minoerkönige und prägten mit ihrer Kultur ganz Europa!

Im alten Athen entstand übrigens auch die älteste politische Lüge überhaupt!

Viele Bilder auf Gefäßen stellen den Stier als ungestüme Wildheit dar.
Hinzu kam, dass die Hörner des Stiers die Form der Sichel des Mondes hat und somit diese geachtete Gottheit auf Erden repräsentierte. Nicht zufällig war diese Tiergestalt gewählt, in der Zeus die nordafrikanische Prinzessin Europa nach Kreta entführte. Leider wurden die athletischen Spiele der Minoer mit den Stieren später zu blutigen Stierkämpfen in Spanien und Portugal pervertiert.

Die Minoer auf Kreta sahen aber ehemals hier die höchste Form von Mut und Entschlossenheit, wenn ein Mann den angreifenden Stier bei den Hörnern packte und ihn zu Boden zwang, ohne ihn zu töten.
Das Volk der Minoer war sehr friedlich und achtete auch das Wesen neben dem Menschen als Individuum unserer Mutter Erde.
Die Politiker aus Athen erfanden jedoch ein Mischwesen aus der angeblich sodomitischen Beziehung der Gattin des Königs Minus mit einem Stier, aus der der Minotaurus entstand.
Ganze Horten junger Männer soll er verschlungen haben!
Eine Lüge, die der übrigen Welt eigene Schlappe verschweigen sollte.

Aus diplomatischen Gründen schickten die Athener junge Männer zu den Spielen nach Kreta. Sie waren als Städter verweichlicht und längst nicht so trainiert, wie die Jugend der Minoer. Viele Athener Jünglinge wurden bei den Saltos über die Rücken der Stiere hinweg schwer verletzt oder gar getötet.
Dem gemeinen Volk wurde erzählt, der Minotaurus habe sie alle verschlungen.
Das Volk glaubte die Lüge, und die Priester schwelgten in ihrer endlosen Selbstgefälligkeit. Da sie Opfergabe in Form von Stieren an die Götter selbst verspeisten, wurde auch noch das Märchen in die Welt gesetzt, dass Stierblut giftig für alle die sei, die es nicht rein an Körper und Glaube genossen!

König Midas wurde als Beispiel für diese Wirkung angeführt.

Bis in das Mittelalter hinein hielt sich dieser Aberglaube, spuckt selbst heute noch in Menschenköpfen herum. Tauchten schwarze Stiere mit weißen Stirnflecken auf, wurden sie als Wiedergänger von Hirten gesehen, die sich an den Tieren vergangen hatten.

Arme Dörfer leisteten sich oft nur einen Stier, denn gute Stiere waren kostbar.
Lebten doch mehrere Stiere in einer Gemeinde, wurden oft Wettkämpfe veranlasst, wo die Stiere ihre Rangordnung ausfochten. Die erste Ehrung für den Sieger: Er erhielt die Magd, die den Stier betreute.

Wie viele Kulturen ging aber auch diese Hochkultur der Minoer unter.

Mein Lieblingsrezept nun direkt aus Griechenland!

Lammbraten im Backofen mit Backofenkartoffeln

Personen: 4 
Vorbereitungszeit: 20min
Kochzeit: 2h
Fertig in: 2h, 20min

 

Zutaten

1,5 kg Lammbraten (Keule oder Rücken)
1 rote Paprika
1 Zwiebel
2 Tomaten
Öl zum anbraten
Gewürze: Pfeffer, Salz, Paprika und Oregano
Knoblauch
1 Zitrone
Kartoffeln
etwas Mehl oder Soßenbinder
Bohnen
Petersilie
etwas Butter

Den gewürzten Lammbraten
(dabei nach Wunsch kleine "Taschen" in das Fleisch schneiden und Knoblauchzehen hineindrücken)
in einen Bräter legen.
Die Zwiebel (halbieren), die Paprika
(in einige Teile schneiden)
und die 2 Tomaten
(mehrmals einstechen) kommen ebenfalls in den Bräter .

 

Kurz anbraten und anschließend mit ca. 1 l Wasser übergießen.
Den Braten im geschlossenen Bräter bei ca. 200 Grad im Backofen garen lassen
(insgesamt ca. 2 Stunden).
Nach ca. 1 Stunde die geschälten Kartoffeln um den Braten legen, mit Salz und Oregano würzen und mit dem Saft der Zitrone übergießen. Alles zusammen eine weitere Stunde im Bräter garen lassen. Für die Sauce entnimmt man
(kurz vor Ablauf der zwei Stunden)
ausreichend Flüssigkeit aus dem Bräter. Mit dem Mehl oder dem Soßenbinder andicken und ggfs. mit etwas Sahne verfeinern.
Nach Wunsch noch etwas nachwürzen.

 

Gemüsebeilage
Bohnen Die Bohnen in einem Topf kochen anschließend das Wasser abgießen
bzw. eingeweckte Bohnen erhitzen, Butter und Petersilie hinzufügen und bei mittlerer Hitze
einige Minuten dünsten lassen.

 

Kapitel 6

Urlaub in den Masuren

Besonders schön ist die Landschaft der Masuren.
Die im Norden Polens gelegenen Region liegt in der Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Der inoffizielle Name Masurenland kam im 18. Jahrhundert auf.
Viele (meist protestantische) Masuren aus Masowien suchten Schutz im evangelischen Herzogtum Preußen, daraufhin Masurenland genannt.
1945 wurde Ostpreußen in die beiden heutigen Teile Oblast Kaliningrad und Woiwodschaft Ermland-Masuren gespalten.
Seither ist Masuren die größte Seenlandschaft Polens.

Das Gebiet wurde ursprünglich von den pruzzischen Galindern bewohnt und im 13. Jahrhundert während der Baltischen Kreuzzüge vom Deutschen Orden erobert. Masuren gehörte in der Folgezeit zum östlichen Deutschordensland (ab 1525 Herzogtum Preußen), welches seit dem Zweiten Frieden von Thorn 1466 bis zum Vertrag von Oliva 1660 unter polnischer Ober- bzw. Lehnshoheit stand. Die Bevölkerung setzte sich aus christianisierten und germanisierten Prußen, Siedlern aus dem polnischen Masowien, sowie deutschen Kolonisten zusammen.
Neben Deutsch als Verkehrssprache wurde teilweise auch Masurisch gesprochen, eine polnische mit deutschen Lehnworten durchsetzte Mundart,
die ab dem 19. Jahrhundert immer mehr zugunsten der deutschen Sprache aufgegeben wurde.

1226 bat der polnische Teilfürst Konrad von Masowien den Deutschen Orden um Hilfe gegen die heidnischen Pruzzen,
die damals auch Masuren besiedelten.

Im Gegenzug gewährte er ihnen im Einverständnis des Papstes und des römisch-deutschen Kaisers das Recht,
das von den Pruzzen eroberte Land zu behalten.
Im 13. Jahrhundert unterwarf der Deutsche Orden die baltisch-prussischen Stämme der Sudauer und Galinder und siedelte die Sudauer
nach dem Samland um. In das Gebiet der Masuren wanderten Siedler aus Westfalen und Niedersachsen ein,
die der Deutsche Orden angeworben hatte. Am 15. Juli 1410 wurde der Deutsche Orden in der Schlacht
bei Tannenberg von Polen-Litauen vernichtend geschlagen. Im Ersten Frieden von Thorn wurde das heutige Masuren dem Deutschen Orden
unter polnisch-litauischer Oberhoheit belassen. 1525 wurde der Ordensstaat, zu dem Masuren gehörte,
auf Anraten Luthers protestantisch und unter Albrecht von Brandenburg-Ansbach in ein weltliches Herzogtum umgewandelt.

In der späten Ordenszeit bzw. der frühen Zeit des Herzogtums Preußen wurden die bisher dünn besiedelten Teile Preußens mit Litauern
(Preußisch Litauen) und Masowiern (Masuren) besiedelt, die nach der Reformation die Verbindung zu ihren katholisch gebliebenen Volksgenossen abreißen ließen. 1660 erkannte der polnische König im Frieden von Oliva die Unabhängigkeit des Herzogtums Preußen mit Masuren unter den Hohenzollern an. Das Herzogtum Preußen wurde 1701 zum Königreich Preußen.

Um 1875 gebrauchten etwa 66 % der damals etwa 400.000 Bewohner Masurisch bzw. Polnisch. 34 % der Bewohner waren deutschsprachig.
Im Rahmen der Volkszählung von 1910 gaben etwa 29 % der Bewohner Masurisch, 13 % Polnisch und 58 % Deutsch als Muttersprache an.
Während des ersten Weltkrieges fanden hier die Schlacht bei Tannenberg
(26.-31. August 1914), die Schlacht an den Masurischen Seen
(6.-14. September 1914) sowie die Winterschlacht in Masuren (7.-27. Februar 1915) statt.

Nach dem Ende des Krieges erhob Polen Anspruch auf Masuren.
In der Volksabstimmung, die aufgrund der Vertragsbestimmungen von Versailles in den Regierungsbezirken Allenstein sowie Gumbinnen
unter der Aufsicht einer interalliierten Kommission abgehalten wurde, entschied sich am 11. Juli 1920 die Mehrheit der Bevölkerung
(363.159 Stimmen (97,86 %) für den Verbleib bei Deutschland.
Nur 7924 Stimmberechtigte
(2,14 %) votierten für Polen bei 80 % Wahlbeteiligung.
Im Rahmen der Volkszählung von 1925 gaben 82 % der Bewohner Masurens Deutsch, 11 % Polnisch und 7 % Masurisch als Muttersprache an.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam Ostpreußen 1945 zu Polen und Russland.
Im Januar 1946 führte die Volksrepublik Polen eine Volkszählung durch.
Etwa 160.000 Bewohner wurden als sog. "Autochthone" erfasst und erhielten
- mit der Auflage des Nichtgebrauchs der Deutschen Sprache und der Ablegung deutschsprachiger Vor- bzw. Familiennamen - ein Bleiberecht.

Die übrigen Bewohner Masurens wurden als "Deutsche" eingestuft und mussten bis auf wenige Ausnahmen Masuren verlassen.

In den Folgejahrzehnten, insbesondere in den 70er und 80er Jahren, übersiedelten viele der masurischen Autochthonen als Spätaussiedler
in die Bundesrepublik. Heute bildet das südliche Masuren zusammen mit dem Ermland die Woiwodschaft Ermland-Masuren
(polnisch Warminsko-Mazurskie).

Die Bewohner Masurens waren zum Ende des Zweiten Weltkriegs mehrheitlich Lutheraner.
Aufgrund der Flucht und Vertreibung der Deutschen und durch Ansiedlung von mehrheitlich katholischen Polen stellen die Protestanten
heute nur eine kleine Minderheit. Viele Kirchengebäude sind daher von der katholischen Kirche übernommen worden.

Urlaub mit dem Fahrrad in den Masuren wird in deutschen Reisebüros immer wieder als                                   der Insidertip verkauft.


Und hier mein kulinarischer Tip!

Schmorkohl                                  mit Schweinebraten und Kartoffeln

 

Dieses Gericht stammt aus Ostpreußen
und ist heute in Polen die Spezialität überhaupt.

Zutaten für 4 Personen

1000 g Schweinefleisch (Schweinehals empfohlen)
1400 g Weißkohl
600 g Kartoffeln
etwas Majoran, gerebelt
2 Becher Crème fraiche oder Schmand
2 m.-große Zwiebel
(n)
2 m.-große Karotte
(n)
etwas Saucenbinder für dunkle Soßen, etwas Petersilie,
Salz und Pfeffer, etwas Butterschmalz und etwas Schweineschmalz

Zubereitung

Das Schweinefleisch in etwas Butterschmalz kräftig von allen Seiten anbraten.
Nach dem Anbraten mit Salz, Pfeffer und Majoran einreiben.
Den Braten in einen Römertopf geben, bis ein bisschen mehr zur Hälfte mit Wasser füllen. Die Zwiebel vierteln, die Karotte in ca. 4 Stücke schneiden und zugeben. Den Deckel auflegen und im vorgeheizten Backofen ca. 90 Min. garen. Währenddessen den Weißkohl schneiden, das Schweineschmalz in einem Edelstahltopf erhitzen. Den geschnittenen Weißkohl zugeben und ca. 1 Stunde garen. Dabei ständig rühren. Den Kohl warmstellen.
Jetzt werden die Kartoffeln zubereitet.
Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden, in leicht gesalzenem Wasser kochen. Das Wasser abschütten, die Kartoffeln mit etwas Petersilie würzen.
Den Braten herausnehmen, in Scheiben schneiden.
Den Fond durch ein Sieb in einen kleinen Topf geben und erhitzen.
Die Crème fraiche
(oder Schmand hinzufügen). Bei Bedarf die Soße mit etwas Soßenbinder für dunkle Soßen andicken. Das Fleisch auf eine Platte anrichten, den Kohl und die Kartoffeln in einer Schüssel anrichten. Die Soße in eine Saucerette geben und ebenfalls anrichten.

Besonders beachten:

Heiß servieren.

 

 

 


Kapitel 7

 

 

Da wo Götter Urlaub machen !

Die Insel Zypern liegt mit der Hauptstadt Lefkosia im Mittelmeer und hat etwa 709 000 Einwohner. Das griechisch-zypriotische Gebiet im Süden der Insel ist überwiegend von der Landwirtschaft geprägt. Es werden vor allem Obst und Gemüse, insbesondere Kartoffeln, Gerste, Zitrusfrüchte und Weintrauben angebaut. Die Insel hat ein Klima mit trockenheißen Sommern und feuchtmilden Wintern.

Eine Insel mit vielen britischen Einflüssen erwartete den Besucher.
Perfekten Autobahnen und sauberen Stränden sorgen für ein angenehmes europäisches Flair. Die Insel gehört geographisch jedoch schon zu Asien. Sie ist eine Schnittstelle zwischen den zwei Erdteilen Europa und Asien.
Ein pulsierende Leben in Larnaca, die Sauberkeit der Strassen und die modernen Häuser lassen kaum an das Griechenland denken, das wir von Kreta her kannten, wo gleich hinter dem Hotel schon Dreck- und Müllberge auf uns warteten.

Zypern war für mich die Entdeckung überhaupt!

Menschen aus allen Erdteilen treffen sich hier, leben glücklich und friedlich zusammen, arbeiten, feiern und sind glücklich. Entsprechend gering ist die Kriminalitätsrate. Sie liegt bei beachtlichen niedrigen 2 %.

Die zypriotische Küche ist vielfältig und kulinarisch.
Praktisch ist alles was es in der griechischen Küche angeboten wird auch auf Zypern beliebt. Ein orientalischer Einfluss ist allerdings vor allem bei den Süßspeisen zu merken. Nicht zu vergessen der "Halloumi", ein Nationalkäse der Zyprioten und die zypriotischen Weine, die sehr gut
zu den Gerichten passen und bereits seit der Antike berühmt und für ihre Qualität bekannt sind. Natürlich genoß ich die Weine Zyperns in vollen Zügen.

Mein Rezepttip ist Lammfleisch mit Gemüse
(4 Portionen r 730 kcal - sofort heiß servieren)

 

 

500 g Lammfleisch aus der Keule

 

 

waschen, trockentupfen, in 2 cm große Würfel schneiden,
die Hälfte davon in eine große feuerfeste Form oder Topf schichten

 

Salz

 

 

schwarzer Pfeffer

 

 

1/2 TL gemahlener Kümmel

 

 

1 TL getrockneter Majoran

 

darüber streuen, würzen

 

200 g Langkornreis

 

waschen, abtropfen lassen, die Hälfte davon darüber geben

 

Salz, schwarzer Pfeffer

 

 

 

 

1/2 TL gemahlener Kümmel

 

 

1 TL getrockneter Majoran

 

darüber streuen, würzen

 

250 g Zwiebeln,  Salz

 

 

putzen, schälen, in Ringe schneiden, die Hälfte davon darüber geben

 

 

 

schwarzer Pfeffer

 

 

1/2 TL gemahlener Kümmel

 

 

1 TL getrockneter Majoran

 

darüber streuen, würzen

 

250 g Zucchini

 

putzen, in Scheiben schneiden, die Hälfte davon darüber geben

 

 

in der gleichen Reihenfolge die restlichen Zutaten einschichten

 

50 g Butter

 

in Flöckchen verteilen

 

 

 

zugedeckt im vorgeheizten Backofen bei 180°C/Gas Stufe 3
etwa 75 Minuten garen

 

250 g Tomaten

 

häuten, achteln hinzufügen

 

6 Artischockenherzen

 

abtropfen lassen, vierteln hinzufügen

 

 

weitere 15 Minuten garen lassen,
dann aus dem Ofen nehmen

 

1 Bund Petersilie

 

waschen, trockentupfen, hacken, darüber streuen

 

1/2 TL Basilikum

 

 

Cayennepfeffer

 

darüber streuen

 

 

 

Aphrodite

soll dem Schaum des Meeres entstiegen sein, der sich um das Glied von Uranos gebildet hatte, das Kronos nach der Revolte gegen seinen Vater ins Meer geworfen hatte. Griech. "aphros" bedeutet Schaum.
Der Windgott Zephyr blies sie dann auf einer Muschelschale nach Zypern, wo sie an Land ging.
Sie stand auf Trojas Seite im trojanischen Krieg, für den sie mehr oder weniger verantwortlich war. Eris, die Göttin der Zwietracht, hatte Paris einen Apfel gegeben, mit welchem dieser die Schönste unter Aphrodite, Hera und Pallas Athene erküren sollte. Aphrodite bestach Paris und versprach ihm die Liebe Helenas. Paris gab Aphrodite den Apfel und raubte dann Helena von ihrem Gatten Menelaos - was der direkte Grund für den Kriegsausbruch war.
Die Göttin wurde sogar vom sterblichen Diomedes in der Hand verletzt, als sie in die Schlacht eingriff, um ihren Sohn Aeneas zu schützen.

 

 

 

 

 




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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 05.10.2007. - Infos zum Urheberrecht




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