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Jacques Lupus

Rendezvous mit einer Toten

Gedächtnistraining

oder Rendezvous mit einer Toten

 

© Jacques Lupus

 

„Das Gehirn ist der einzige Körperteil, der durch Gebrauch nicht dem Verschleiß ausgesetzt ist“, hatte Edgar einmal gelesen.

So langsam kam er in die Jahre.

Seine zehn Jahre jüngere Frau Marion war wieder einmal auf USA Tour. Schwiegermutter Claudia hatte angerufen und mitgeteilt, dass es ihr nicht gut geht.
Marion, die aus Pennsylvania stammt, war dem Ruf ihrer Mutter gefolgt.

"Da steckt bestimmt wieder ihr Jugendfreund Jack dahinter", krähmte sich Edgar.

Nach einer Weile schmunzelte er aber wieder.
"Da gibt es sicherlich eine Kiste Whisky als Mitbringsel!" dachte sich Edgar.
Das war inzwischen schon Gesetz bei Marions Flügen nach Pennsylvania geworden.

Edgar ging seinen Hausmannspflichten nach, spielte mit Franz hin und wieder eine Partie Schach und träumte vor sich hin.
Er hatte ein neues Mittel gefunden, sein Gedächtnis zu trainieren.
Edgar versuchte sich an die Vornamen seiner Leidenschaften zu erinnern.
Da war als erstes Marianne, dann Elke, Rita, Renate, Charlotte, Christine, Doris, Hannelore, Rona, Marlies, Gudrun, Marlis, Angelika, Magda…

Bei dem Namen Magda kam Edgar stets ins Straucheln.
Magda war kurz nach einer liebevollen Affäre, die sehr heftig war, im Alter von zweiundvierzig Jahren gestorben.
Sie war noch einmal auf Besuch gekommen, hatte Marion und Edgar mitgeteilt, dass sie heiraten würde.
Danach war der Kontakt endgültig abgebrochen.


Durch Zufall traf Marion Magdas Mutter, die schließlich die traurige Nachricht überbrachte.
Magda war an einem Krebsleiden gestorben!

Immer wieder kam Edgar die Erinnerung an Magda, mit der er sich leidenschaftlich geliebt hatte.
Wie schön war die Erinnerung an diese Stunden und Abende.

Als Edgar noch im technischen Service arbeitete, hatte er Magda kennen gelernt.
Magda war eine vollschlanke, dunkelhaarige Schönheit. Ihre Lippen leuchteten rot, ihr schwarzes Haar leuchtete wie Seide in der Sonne und ihre braune Haut roch nach Liebe pur. Es dauerte auch nicht lange und beide waren ein Liebespaar.

Jede Minute hatten die beiden Liebenden gesucht, um ihrer Leidenschaft nach zu gehen. Wäre Edgar nicht schon mit Marion verheiratet gewesen, wären Magda und er sicherlich ein Paar für immer geworden.

Magda konnte so lieb sein.
Ihr Schoß war einladend und süß. Ihre Brüste wallten im Liebesspiel und ihr schwarzes welliges Haar, das Magda lang trug, lag auf ihren Schultern oder bedeckten Edgars Gesicht. Es kribbelte förmlich.

Die erste Nacht der beiden wollte gar kein Ende nehmen.
Immer wieder hatte es Magda geschafft, Edgar zu aktivieren. Beide verschmolzen ineinander im Sog der Leidenschaft.

Erschöpfung empfund Edgar , und doch hatte er immer wieder genug Kraft gefunden, Magdas Lockrufen zu folgen.
Fest lag er im Schoß Magdas, von deren strammen Schenkeln sanft umhüllt.
Eine Chance zum Lösen fand Edgar nicht!
Jedes mal wenn Edgar seinen Liebessaft entlud, klammerte Magda Edgar mit ihren wohligen Schenkeln fest, so dass sie die Frucht der Liebe ernten konnte.

"Um Gottes Willen!" seufzte Edgar. "Wir treiben es noch so lange, bis du schwanger bist."
"Mach dir keine Sorgen", flüsterte Magda Edgar ins Ohr.
"Ich habe sichere Vorsorge getroffen. Und selbst wenn! Ein Kind von dir ist der Traum für mich."
Und wieder gingen beide ihrer körperlichen Lust nach.

Für Edgar war es recht einfach, Magda zu treffen.
Mit seinem Chef hatte er vereinbart, den Wohnort Magdas in seinem Betreuungsgebiet einzureihen.
So konnte er bei jedem Einsatz Magda besuchen.

"Heute geht es aber nicht", schaute Magda Edgar lustig an. "Auch ich habe einmal meine kleinen Frauenprobleme!"

"Das stört mich nicht!" erklärte Edgar seiner Liebsten, und schon lagen beide im Bett, und Edgar stieß seinen Liebesstab tief in Magdas Schoß.
"Wir dürfen uns nur nicht so stark bewegen und müssen uns öfter waschen gehen.

Magda liebte Edgar und Edgar liebte Magda! Beide suchten sie sich.

"Du kannst Marion verlassen und kommst für immer zu mir!" forderte Marion.
"Ich bin jetzt fünfunddreißig, möchte ein eigenes Kind und eine feste Beziehung."

Marion verlassen! Das ging nicht.
Bei aller Leidenschaft, die Edgar für Magda empfand, war da doch die Liebe zu Marion geblieben.
Nein; eine Trennung von seiner Frau Marion kam für Edgar nicht in Frage.

Er teilte Magda dies unmissverständlich mit!

Das war der Anfang vom Ende.
Ein paar Mal trafen sie sich noch im Liebesnest, aber Edgars Entscheidung für seine Frau Marion war endgültig. Die Affäre mit Magda kam zum Erliegen und beide trennten sich voneinander.

Aus vorbei!
Besonders für Magda gab es kein zurück mehr.
Edgar hatte seine Entscheidung bereits bereut, denn Magda fehlte ihm. Die Sehnsucht nach den Berührungen und Zärtlichkeiten Magdas waren für Edgar zum Lebenselixier geworden.

Er bat sich Bedenkzeit aus.
Magda blieb aber bei ihrer Entscheidung!

Sie kam ein letztes Mal zu Marion und Edgar zu Besuch, lud beide zu ihrer Hochzeit ein, und verschwand aus Edgars Leben.
Sie verschwand für immer!

Für immer?

Edgar kam sofort während seines Gedächtnistrainings bei dem Namen Magda ins Stocken.
Zwar hatte er noch einige Affären nach Magda erlebt, aber die Erinnerung an Magda war gewaltig.

Diesen Namen konnte und wollte Edgar nicht vergessen.
Gerade jetzt, nach zweiundzwanzig Jahren, kam die Erinnerung an Magda immer stärker zurück.

Edgar fuhr zu Magdas Grab und legte rote Rosen ab.
Seine Augen wurden feucht, und Edgar weinte bitterlich. Noch immer war da diese Sehnsucht nach Magda.
Wie stark war die Erinnerung an die Liebe zu Magda.

Traurig fuhr Edgar nach Hause. Er legte sich auf die Couch und schaute einen Liebesfilm im Fernsehen.

-Eine Liebe in New York-

Es war ein trauriger Film, denn das Mädchen starb an Krebs.
"Genau wie Magda!" dachte sich Edgar."

Mürrisch legte sich Edgar ins Bett. Wenn jetzt wenigsten Marion da gewesen wäre.
Sie hätte ihn mit Sicherheit getröstet!

Edgar schlief mit den Gedanken an Magda fest ein.

Plötzlich berührte ihn sanft eine Hand und eine Stimme rief:
"Edgar! Aufwachen. Ich bin es."

Das konnte nicht sein!
Edgar hörte Magdas Stimme, sanft und lockend.

"Edgar! Hallo! Aufwachen! " wiederholte sich die Stimme. Wieder wurde er sanft gestreichelt.
Edgar öffnete seine Augen, und Magda stand in voller Schönheit vor ihm.

"Komm!" sagte sie zu Edgar. "Wir haben nicht viel Zeit."

Geschwind öffnete sie ihre Bluse und zog ihren Rock aus.
Dunkelrote Unterwäsche kam zum Vorschein. Rote Strümpfe schmückten ihre schönen Beine.
Magda zog ihr Spitzenhöschen aus, öffnete ihren Büstenhalter.
Ihre Brüste waren fest wie einst, und mit ihrer linken Hand schob sie ihr Unterkleid zur Seite.
"Komm schon!" hauchte sie Edgar ins Ohr, und sie umfasste dabei sanft Edgars Glied.
"Küss mich bitte", forderte sie Edgar ein weiters Mal auf. "Ich liebe dich so sehr!
Meine Sehnsucht nach dir ist grenzenlos."

Edgar wusste gar nicht wie ihm geschah!

Sanft schob er sein Glied in ihren Schoß, bewegte sich immer wieder auf und ab.
Seine Lippen berührten die Lippen Magdas.
Ihre Zungen verschlangen sich leidenschaftlich.

"Mein Liebster", flüsterte Magda. "Wie sehr habe ich dich vermisst.
Als du mir heute Rosen an das Grab brachtest, konnte ich nicht länger warten.
Und nun bin ich bei dir!"

Edgar wusste immer noch nicht, wir ihm geschah.
Er bewegte sich nicht als zu schnell, aber sein Atem wurde doch immer heftiger.
Magda hatte wie gewohnt ihre Schenkel um Edgar geschlossen und hielt ihn fest.
Ihre Brüste wallten beim Liebesspiel hin und her, und ihr Haar kitzelte Edgar an der Nase.

Edgar konnte nicht länger warten!

Es zuckte durch seinen Körper, und seine Erektion entlud sich kräftiger denn je.
Dabei stieß er ein weiteres Mal tief in Magdas Schoß, die ihn immer noch mit ihren strammen Schenkeln fest umklammerte.
Wie schön war es, Magdas Liebhaber zu sein!

Edgar versuchte Magda fest zu halten, aber er fasste plötzlich wie in einen Nebel.

"Ich kann nicht länger bleiben", lachte Magdas Stimme. "Bring mir wieder Rosen zum Grab. Vielleicht komme ich dann wieder!"

Edgar konnte dieser Versuchung nicht widerstehen!

Regelmäßig besuchte er Magda, legte Rote Rosen an ihr Grab und freute sich auf die nächste Begegnung mit ihr,

auf das nächste Rendezvous mit Magda!




Die Rechte und die Verantwortlichkeit für diese Geschichte liegen beim Autor (Jacques Lupus).
Die Geschichte wurde auf Wunsch von Jacques Lupus auf e-Stories.de aufgenommen - Vielen Dank!
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Veröffentlicht auf e-Stories.de am 28.10.2008. - Infos zum Urheberrecht




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